Kiskunhalas

Kronach

 

Land: Deutschland, Bundesland: Bayern
Postleitzahl: D-96317
Einwohnerzahl: 18.300
Entfernung von Kiskunhalas: 1000 Km
Unterzeichnung der Partnerschaft mit Kiskunhalas: 22. Oktober 1994

Adresse: Stadt Kronach
D-96317 Kronach
Marktplatz 5
Fax: 0049/9261/97289
Telephon: 0049/9261/97204
Webseite: www.kronach.de

 

 

Kronach, die Metropole des Frankenwaldes und reizende mittelalterliche Stadt am Zusammenfluß von Haßlach, Kronach und Rodach gelegen, die dem Main zustreben, hat all seine Schönheiten durch die Jahrhunderte bewahrt. Erstmals tritt die alte Crana im Jahr 1003 in das Licht der Geschichte, entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte im Norden des Hochstifts Bamberg zu einem schwer befestigten Bollwerk gegen feindliche Einflüsse. Die stark befestigte Stadt blieb unbezwungen in vielen Kriegen. So im Hussitenkrieg, dem Schwedenkrieg, wo Kronach trotz großer Belagerungen nie eingenommen wurde, im Siebenjährigen Krieg, als des Preußen-Königs Kanonen nutzlos gegen das Bollwerk Kronach schossen.

Die Kronacher Altstadt ist heute noch mit intakten Mauern, Toren und Türmen versehen, hat reizende Straßen, Gassen, Plätze und traute Winkel aufzuweisen, mit einer mittelalterlichen Bausubstanz, die, ob ihrer Vielschichtigkeit, an der Jahrhunderte gebaut haben, immer wieder besticht. Über der Altstadt von Kronach thront weithin sichtbar und in das Land über der Dreiflüsse-Kronach grüßend die Festung Rosenberg. Ein großartiges Bauwerk mittelalterlicher Baukunst, unbezwungen gleich der zu ihren Füßen liegenden alten Crana. So ist Kronach immer wieder eine Reise wert.

Die Festung Rosenberg birgt die Fränkische Galerie, ein Museum christlicher Kunst von der späten Romanik bis zur Renaissance. Herrliche mittelalterliche Skulpturen können hier die Besucher bewundern, prächtige Tafelbilder fränkischer Meister, vor allem aber Meisterwerke des berühmtesten Sohns der Stadt: Lucas Cranach der Ältere.

Heute ist das Wahrzeichen Kronachs nicht nur historisches Zentrum, sondern spielt eine wichtige Rolle im gegenwärtigen kulturellen Leben der Stadt. Die Faust-Festspiele auf der Festung wurden 1995 ins Leben gerufen und haben sich seitdem als eines der bedeutendsten Kultureeignisse der Region mit bundesweitem Zuspruch etabliert. Die Faust-Festspiele Kronach beginnen jedes Jahr mit dem Historischen Stadtspektakel, schließen im August das berühmte Kronacher Schützenfest mit ein und gehen im September mit dem Kronacher Altstadtfest zu Ende.
Die Stadt hat heute eine ganze Reihe innovativer und richtungsweisender Betriebe, etwa in der kunststoffverarbeitenden Industrie und dem Werkzeugbau, aber ebenso in der Maschinenbau- und Automobilzulieferbranche und der Unterhaltungselektronik.

 

Zudem hat sich Kronach zum Schulzentrum entwickelt: zwei Gymnasien, zwei Realschulen, Berufsschule mit Berufsfachschule für Hauswirtschaft und Kinderpflege, Sonderschule für lernbehinderte, mehrere Grund- und eine Hauptschule, Volkshochschule, Krankenpflegeschule und die Berufsfachschule für Musik. Die Schüler der weiterführenden Schulen kommen aus dem ganzen Landkreis.

Die Häufigkeit und Vielfältigkeit der Kontakte zwischen Kronach und Kiskunhalas waren ein Grund mit, dass beide Städte gleichzeitig als Anerkennung für ihre Leistungen für die Verbreitung des „europäischen Einigungsgedankens” die Auszeichnungen des Europarates erhielten: im Jahre 1999 das Europadiplom und im Jahre 2001 die Ehrenfahne.

Bei den Kontakten spielten und spielen die Schulpartnerschaften eine herausragende Rolle. Regelmäßige Kontakte haben miteinander die Lorenz-Kaim-Berufsschule und die Berufsschulen in Kiskunhalas, die Gottfried-Neukam-Hauptschule und die Felsővárosi Grundschule, das Frankenwald-Gymnasium und das Bibó-István-Gymnasium. Das Kaspar-Zeuß-Gymnasium Kronach und das Reformierte Gymnasium Kiskunhalas stehen am Anfang ihrer Zusammenarbeit.

Natürlich werden auch die Feste der jeweiligen Partnerstadt intensiv besucht: am Historischen Stadtfest die Handwerkerschüler und die Husaren aus Kiskunhalas, am Weinlesefest die Kronacher Musikgruppen und am Tag der Stadt die Vertreter der Kronacher Bürgerwehr.

In beiden Städten wurden Kunstausstellungen mit Gemälden, Skulpturen, Fotos und Graphiken der Künstler aus der jeweiligen Partnerstadt organisiert. Sowohl am Lucas-Cranach-Preis, als auch an der Sommerakademie für Kunst in Kronach haben schon Künstler aus Kiskunhalas teilgenommen.

Ein besonderes „Ereignis” der Städtepartnerschaft war die Kronacher Hilfsaktion im Jahre 2000, als Kanjiza – die jugoslawische Partnerstadt von Kiskunhalas – in einer sehr schwierigen Situation einen gebrauchten Rettungswagen bekommen hat, der durch Spenden finanziert werden konnte.